Kontroverse in Louisiana: Gesetz zur Anbringung der Zehn Gebote in Schulen sorgt für Empörung

Ein neues Gesetz im US-Bundesstaat Louisiana sorgt für heftige Diskussionen. Das Gesetz schreibt vor, dass bis Anfang des kommenden Jahres in allen Klassenzimmern und Hörsälen staatlicher Schulen und Universitäten sowie in den Räumen staatlicher Kindergärten die Zehn Gebote in „großer, leicht lesbarer Schrift“ angebracht werden müssen.

Das Gesetz trat kürzlich in Kraft und hat bereits starke Reaktionen ausgelöst. Bürgerrechtsgruppen kritisieren das Gesetz als verfassungswidrig und haben angekündigt, rechtliche Schritte einzuleiten. Sie argumentieren, dass die Vorschrift gegen das Prinzip der Trennung von Kirche und Staat verstößt und somit die religiöse Neutralität öffentlicher Bildungseinrichtungen gefährdet.

Die Befürworter des Gesetzes sehen hingegen in der Darstellung der Zehn Gebote eine wichtige moralische Orientierungshilfe. Sie betonen, dass diese Werte grundlegend für die gesellschaftliche Ordnung seien und daher auch in Bildungseinrichtungen präsent sein sollten.

Die Debatte um das Gesetz reflektiert die tiefergehenden Spannungen zwischen religiösen Überzeugungen und der säkularen Verfassung der USA. Es bleibt abzuwarten, wie die Gerichte über die angekündigten Klagen entscheiden und welche Auswirkungen dies auf das Bildungssystem in Louisiana haben wird.

Leave A Comment